Lieber Small Multiples als Spaghetti-Line-Charts

Marc Brupbacher, Leiter Storytelling beim „Tages-Anzeiger“, sagt: „Zu viel Interaktivität schätzt nicht jeder der Leser.“

1. Was unterscheidet Storytelling von bisherigem journalistischem Geschichtenerzählen?
Früher spielte sich Storytelling primär auf der Textebene ab, in der Variation von sprachlichen, literarischen und dramaturgischen Mitteln. Heute ist es komplexer: Wie erzähle ich eine Geschichte für das Zielpublikum über verschiedene Kanäle, Medien, Regionen, Zeiten und Formate hinweg? Über das Storytelling findet der Inhalt überhaupt den Weg zum Leser. Wichtigstes Ziel ist, die Aufmerksamkeit der User zu gewinnen und ein positives Nutzererlebnis auszulösen. Und das auf allen Ebenen: Digital, Papier, Desktop, Mobil, Social Media. Storytelling ist dabei immer auch visuell. Bilder werden von unserem Gehirn um ein Vielfaches schneller verarbeitet als Text. Das alte Storytelling war passiv, heute ist es im besten Fall interaktiv, individualisiert und dialogorientiert.

2. Wie geht Storytelling heute?
Am wichtigsten ist ein geeigneter Inhalt: ein hochwertiger Datensatz, eine atemberaubende Recherche, eine feurige Nachricht. Dann folgt eine Kaskade von Fragen und Entscheidungen: Was können wir visuell herausholen? Was ist die eigentliche Geschichte? Was sagen die Daten aus? Das Gefäss muss definiert werden: Stand-Alone, einbettbarer Content, Artikel, Web-Spezial, Datenblog-Beitrag, Cards etc. Welches ist die geeignete Form? Static, explorable oder animated? Dann gilt es, aus Dutzenden Formaten die richtigen für die Geschichte zu definieren: GIF, VR, Quiz/Game, Livedaten-Monitor, Dashboard, Karte, Story- oder Bild-Slider, Chatbot, Animation, Infografik etc. Und am Schluss nicht vergessen, die meisten Features wieder zu streichen – sie sind oft unnütz und teurer.
Am Tag der Publikation muss alles perfekt ineinandergreifen, der Inhalt wurde in verschiedenste Formate verpackt und wird nun versendet: Die Mini-Animation bringt uns auf Facebook zum Staunen, die Infografik auf Mobil-Geräten liefert einen Überblick und die für Desktop-Geräte optimierte interaktive Anwendung vermittelt komplexe Zusammenhänge. Alles soll auf allen Geräten, Screengrössen und Browsern einwandfrei funktionieren. Zu empfehlen sind Storytelling-Teams mit einem Verhältnis Coder/Schreiber 50/50.

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Storytelling-Leiter beim „Tages-Anzeiger“: Marc Brupbacher.

3. Wie geht Storytelling nicht?
Wenn das Interaktiv-Team von Tages-Anzeiger Online und Newsnet mit den Fachressorts zusammenarbeitet, kommt von den Redaktoren meistens der Wunsch nach einer „klickbaren, interaktiven Karte“. Da wir wissen, dass Berge von Details versteckt hinter Infoboxen und Tooltips niemand nutzt, schlagen wir Alternativen vor. Small Multiples sind beispielsweise für Vergleiche besser geeignet als Spaghetti-Line-Charts oder eine mit Layers überladene Map. Bei Explorables besteht immer die Gefahr der Überkonfiguration: Die wenigsten Nutzer wollen zuerst 15 Einstellungen tätigen, bevor ihnen ein Resultat angezeigt wird. Zu viel Interaktivität verhindert den Wissenstransfer zum Leser. Besser, man portioniert die vielen Informationen und zeigt eine Visualisierung nach der anderen (am besten über „Steppers“ oder Scrolling), immer mit einem klaren Fokus und eingebettet in Text. Das interaktive, selbst erforschte Komplettpaket kann man immer noch am Schluss anbieten.

4. Was ist ein richtig gutes Beispiel für Storytelling aus Ihrem Haus?
Unser jüngstes grösseres Projekt ist die Auswertung des Open-Data-Datensatzes zu den Verspätungszahlen der VBZ: „So pünktlich ist Ihre VBZ-Linie“. Wir haben an 308 Tagen die Ankunfts- und Abfahrtszeiten jedes einzelnen Fahrzeuges an allen Haltestellen mit den Sollzeiten verglichen. Insgesamt wurden in dieser Story 10,67 Gigabyte Daten analysiert. Dabei haben wir beim Storytelling von Autoplay-Videos, Animationen über statische Illustrationen, GIFs, erforschbare Karten und interaktive Haltestellenpläne, eine speziell schlichte Mobil-Version bis hin zum Print-Frontaufmacher, einer seitentragenden Infografik und Sidestorys („Unterwegs in der unpünktlichsten VBZ-Linie“) auf der kompletten konvergenten Multi-Kanal-Klaviatur gespielt. Das ist sehr aufwendig. Vielleicht zu aufwendig.

5. Und ein Beispiel, wo es nicht geklappt hat?
Nicht funktioniert hat eine Story mit dem Titel „Tour de Suisse: Klicken Sie sich durch“ (herumklicken wollen sich die User eben gerade nicht). Hier wurde dem Leser eine überladene Schweizer Karte auf engstem Raum präsentiert, eine sogenannte Storymap. Mittels Tooltips, Pfeilen und zahlreichen Pop-up-Fenstern, die wiederum eine Vielzahl von Icons und Symbolen enthielten, sollte die Tour 2016 grafisch erfahrbar werden. Es war ein verschachteltes Monster und Paradebeispiel, wie digitales und interaktives Storytelling nicht geht. Social-Media-Shares: null. Per Mail empfohlen: null. Kommentare: null.

6. Und wie geht das Ganze weiter?
Das neue digitale Visual-Storytelling kommt oft schlicht daher. Ästhetik, Design und Einfachheit stehen im Vordergrund. Statisch ist das neue Interaktiv – es hat den Vorteil, dass es produktionstechnisch viel weniger aufwendig und teuer ist und gerade auf Mobil Geräten erst noch schneller lädt. Zudem zeigt unsere Erfahrung, dass die Nutzer lieber scrollen statt klicken: Tabs, Markers, Tooltips, Mouseovers werden von den meisten Nutzern ignoriert. Statische Annotationen sind effektiv oder „small arrows“ mit knappem erklärendem Inhalt. Auch Micro-Interactions und Animationen funktionieren besonders gut auf kleinen Screengrössen.
Komplexe interaktive Inhalte fressen Unmengen an Herstellungsressourcen und sind am Schluss oft nicht informativer als statische Arbeiten.
Der Trend geht weg von Monsterprojekten hin zu im Alltag einsetzbaren Templates und Tools. Weniger Longform-Eskapaden und mehr kleine News- und Service-Interactives. Entwickler haben inzwischen ihren festen Platz im Newsroom gefunden: Bei Breaking News fangen sie direkt an zu coden. Beim «Tages-Anzeiger» gibt es das sogenannte Morgen-Team: Hier arbeiten Text-, Video und Interactive-Spezialisten eng zusammen. So war es beispielsweise möglich, um 7 Uhr publizierte Open Data zu Hunden in der Stadt Zürich auf 14 Uhr zu analysieren, visualisieren und zu betexten. Die Arbeit resultierte in leicht adaptierten Grafiken und einem neuen, glossigeren Text zum Print-Aufmacher im Zürich Ressort vom nächsten Tag.
Auch im Bereich Storytelling wird in Zukunft Roboter- und Sensoren-Journalismus bedeutender werden. Die Rechenleistungen werden nochmals steigen, die Software besser werden und die Datensätze grösser. Auch Individualisierung, Virtual Reality, Hologramme, Artificial Intelligence und Machine Learning sind wichtige Stichworte.

Lieber Small Multiples als Spaghetti-Line-Charts

«Leser dürfen sich nicht als Sklaven der Personalisierung fühlen»

Für die 12-App hat Marcel Blattner einen Algorithmus entwickelt, der den Erfolg von Artikeln bei den Lesern vorhersagt. Im Interview sagt der Datenspezialist, wie wichtig Autor oder Rubrik für seinen RoboEditor sind und inwiefern solche Maschinen künftig Journalisten ersetzen. Zudem spricht er die Gefahren der Personalisierung an.

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Arbeitet bei Tamedia Digital als Data Scientist: Marcel Blattner. (Bild: zVg.)

Herr Blattner, für die 12-App haben Sie einen Algorithmus programmiert, der bei der Selektion von Artikeln hilft. Wann wird der sogenannte RoboEditor erstmals einen Tagesleiter oder Blattmacher ersetzen?
Es geht nicht darum, jemanden zu ersetzen. Der RoboEditor soll als Unterstützung verstanden werden. Bei einer Flut von Artikeln dient er als intelligenter Filter, der die besten Kandidaten auswählt. Aber für die Selektion, die dann wirklich publiziert wird, braucht es den Menschen.

Welche Fähigkeiten fehlen dem RoboEditor diesbezüglich?
Algorithmen lernen aufgrund von existierenden Daten aus der Vergangenheit und projizieren diese für die Zukunft. Kommt es zu einem Bruch, tritt also beispielsweise eine Naturkatastrophe ein oder es kommt zu einem Anschlag, sieht der Algorithmus dies nicht.

Seit einem Jahr sammelt die Maschine Daten über die Leser und ihr Verhalten. Was genau weiss Tamedia über die 12-App-Nutzer?
Wir wissen, wie viele Leute einen Artikel anschauen und wie viele ihn teilen. Über die Feedback-Frage können wir herausfinden, wie viele Leser die Berichte bewerten und ob sie diesen als lesenswert empfinden oder nicht.

Der RoboEditor kann den Erfolg eines Artikels auf diese Weise auf bis zu 90 Prozent vorhersehen. Wie haben Sie «erfolgreich» für die Maschine definiert?
Die 90 Prozent sind ein Idealwert. Massgebend sind die Reichweite und die Bewertung durch die Leser. Das Ganze funktioniert als Trade-off. Im Idealfall wird ein Artikel von vielen Menschen gelesen und erhält gleichzeitig viele positive Bewertungen. Erfolgreich ist er aber zum Beispiel auch, wenn ihn nur wenige, aber dafür alle als lesenswert bewerten. Dann trifft der Beitrag eine spezifische Community.

Der verantwortliche Redaktor bei der 12-App lässt den Algorithmus täglich einige Dutzend ausgewählte Artikel des Tamedia-Verlags analysieren. Was genau muss er eingeben?
Zurzeit muss er für jeden Artikel den Titel, Lead, Text, Rubrik, Autor und die Quelle erfassen. Wir arbeiten aber daran, dass alle Artikel der Tamedia-Publikationen tagesaktuell in den RoboEditor eingespiesen werden. Der Redaktor muss dann nur noch den Knopf drücken, und die Maschine spuckt die besten Kandidaten aus. Darauf aufbauend kann dann der Journalist entscheiden, welche Selektion er vornimmt. Denkbar wäre hier eine Art Ampelsystem. Wenn der Artikel bei gewissen Metriken einen Wert unterschreitet, erhält der Redaktor die Mitteilung diesen nicht zu verwenden.

Welches Attribut hat den stärksten Einfluss. Erhalten zum Beispiel Artikel von Tagi-Journalist Constantin Seibt immer das Gütesiegel der Leser?
Der Autor hat weniger Einfluss als man denkt. Tausche ich bei der Eingabemaske den Autorennamen aus, verändert sich wenig. Das spricht für die Qualität der Inhalte. Massgebender ist die Rubrik, weil sie in gewisse Weise das Thema vorgibt. Nur latent eine Rolle spielt die Quelle, also ob der Beitrag von «20 Minuten» oder «Annabelle» stammt.

Dies, weil der Nutzer beim Klick auf den Artikel nicht weiss, von welchem Medium ihm das Stück serviert wird.
So ist es. Um die potenzielle Reichweite zu messen, bezieht sich der RoboEditor auf die Attribute Titel, Lead, Position und Rubrik – also jene, die der Nutzer auf den ersten Blick sieht. Um vorherzusagen, wie viele Leser den Artikel positiv bewerten oder diesen teilen, nimmt sich die Maschine den Artikeltext vor.

Wie geht er dabei vor?
Das Programm nimmt den Lauftext und extrahiert alle Bindewörter sowie die ganze Zeichensetzung und durchsucht ihn dann auf prominente Schlüsselwörter. Massgebend sind hier auch Gefüge aus zwei, drei oder vier Worten, die hintereinander folgen. Wenn zum Beispiel das Wort Wahlen vorkommt und ein Name eines bekannten Politikers daneben steht, hat das Einfluss auf die mögliche Bewertung.

Geben Sie dem RoboEditor diese Wörter vor?
Nein, diese Schlüsselwörter bringt er sich selber bei. Zum Beispiel bewertet er ein Wort als wichtig, wenn es nicht in jedem durchsuchten Artikel vorkommt, es also exklusiv in diesem Beitrag vorhanden ist. Dann erachtet die Maschine diesen Artikel als informativ. Diese Informationen bezüglich der Qualitätsbeurteilung werden dann mit der prognostizierten Reichweite korreliert.

Ein guter Algorithmus verbessert sich stetig selber. Wie macht Ihre Maschine das?
Seit dem Start der 12-App hat der Algorithmus rund 4000 Artikel analysiert. Zu allen haben wir die oben genannten Informationen, aufgelistet in einer Tabelle. Jede Woche fliessen neue Daten ein und die Maschine wird neu trainiert. Die App gewinnt immer mehr an Popularität, was die mögliche Reichweite steigern lässt. Diesen Trend erkennt der Algorithmus und trägt ihm Rechnung.

Wie überprüfen Sie vorab, ob seine Projektion stimmt?
Wir geben dem Algorithmus 70 Prozent von unseren Daten und lassen ihn lernen. Am Ende geben wir ihm alle Daten und überprüfen seine Berechnungen mit der Realität. Man muss sich vorstellen, dass da eine Unmenge an Stellschrauben am Werk sind. Deshalb kann der Mensch nicht nachvollziehen, wie genau sich die Maschine ständig verbessert. In gewissen Bereichen, in denen nicht wie bei der 12-App ein Mensch die letztendliche Auswahl übernimmt, ist dies ein grosses Problem. Denn Algorithmen kennen keine Ethik.

Die Feedback-Funktion soll auch in der neuen Newsnet-App, der Mobil-Anwendung für Tagi, BaZ oder Bund, die zurzeit entwickelt wird, integriert werden. Heisst das, Sie arbeiten mit ihrem Team an einer personalisierten Applikation für Tamedia?
Klar denkt auch Tamedia darüber nach. Das Projekt einer personalisierten App würde allerdings nicht nur unser Team betreffen, sondern da sind die Journalisten im Lead. Wir sind nur die Partner der Redaktionen.

Inwiefern könnten Sie auf bestehender Technologie aufbauen?
Der RoboEditor könnte für eine personalisierte Anwendung nicht eins zu eins übernommen werden. Die Informationen aus der Wörter-Extraktion zum Beispiel könnte man theoretisch gut mit den Daten der Nutzer korrelieren. Wir wissen ja, welche Themen oder welcher Rubriken-Mix einzelne Leserinnen und Leser besonders interessieren. Aber welche Funktion eine neue App am Schluss haben wird, bestimmen nicht wir.

Künftig könnte also jeder Nutzer auf den Apps von NZZ, Tagi oder 20 Minuten eine andere Frontseite zu Gesicht bekommen. Wo bleibt da die journalistische Einordnung, wenn jeder nur noch das zu sehen kriegt, was er will?
In der Tat müssen wir bei der Personalisierung in allen Lebensbereichen, nicht nur bei den Medien, aufpassen. Das allerwichtigste ist, den Benutzer sehr transparent darauf hinzuweisen, dass er für ihn ausgewählte Inhalte präsentiert bekommt. In diesem Sinne dürfen sich die Leser nicht als Sklaven der Personalisierung fühlen.

Das heisst die Medien müssten trotzdem eine gewisse Diversität sicherstellen?
Bei den Empfehlungen braucht es einen Aha-Effekt, man muss auch zum Entdecken einladen. Genau wie das die 12-App heute ohne Personalisierung schon vorlebt. À la: Das ist zwar nicht mein Kerninteresse, aber ich finde es trotzdem spannend. Denn jemand, der viele Wirtschaft-Beiträge liest oder gern Texte aus dem Rubrik Sport konsumiert, kennt sich gut bei diesen Themen aus. Die Frage ist, wie sinnvoll hier eine Personalisierung.

Maschinen sollen also in Zukunft noch stärker die Selektionsaufgabe der Journalisten übernehmen. Werden Roboter bald auch fähig sein, ganze Artikel zu schreiben?
Technologie wird im Journalismus noch stärker unterstützend wirken. Klar strukturierte Texte wie zum Beispiel ein Wetterbericht oder Sportresultate kann vielleicht eines Tages ein Roboter übernehmen. Aber dass eine Maschine eine Analyse über eine hereingebrochene Wirtschaftskrise schreibt ist utopisch. Betrachtet man die technologische Entwicklung der letzten zehn Jahre, dann wird das auch in den kommenden 15 bis 20 Jahren nicht Realität werden.

Zur Person:
Marcel Blattner ist seit Januar 2015 als Data Scientist bei Tamedia Digital tätig. Er verantwortlich die Entwicklung und Implementierung von neuester Methoden der Datenanalyse und prädikativer Modelle, um aus Daten neue und gewinnbringende Zusammenhänge zu extrahieren.

Quelle: http://www.persoenlich.com/

«Leser dürfen sich nicht als Sklaven der Personalisierung fühlen»

«Readers shouldn’t feel like slaves of personalisation»

Marcel Blattner has developed an algorithm for the 12-App to predict how successful articles will be among the readership. In this interview, the data specialist explains how important authors or sections are for his RoboEditor and the extent to which such technologies could replace journalists in the future. He also talks about the dangers of personalisation.

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Marcel Blattner is a data scientist at Tamedia Digital. (Image provided by Tamedia Digital)

Mr Blattner, you have programmed an algorithm for the 12-App that helps with the selection of articles. When will this so-called ‘RoboEditor’ be able to replace a day editor or editor-in-chief?
The idea is not to replace anybody. The RoboEditor should be seen as a useful tool. When faced with a flood of articles, it acts as an intelligent filter that selects the best candidates. But when it comes to selecting what will actually be published, a human still has to be involved.

What skills does the RoboEditor lack in this regard?
Algorithms learn from existing data from the past and use it to make predictions about the future. If there is any kind of disruption, for instance a natural disaster or an attack, the algorithm won’t recognise it.

The machine has been gathering data about readers and their behaviour for one year. What exactly does Tamedia know about 12-App users?
We know how many people look at each article and how many share it. Using the feedback question, we can find out how many readers rate the articles and whether they consider them worth reading or not.

Based on this information, the RoboEditor can predict an article’s success with up to 90 percent accuracy. How did you define ‘successful’ for the machine?
90 percent is an ideal figure. The key factors here are the reach and the reader rating. The whole thing works as a trade-off. Ideally, an article will be read by a lot of people and also receive lots of positive ratings. However, an article is also deemed successful if it is only read by few people but they all rate it as worth reading. This means that the story is highly relevant for a specific community.

Every day the 12-App editor analyses several dozen articles selected from Tamedia’s various publications. What exactly do they have to put into the RoboEditor?
At the moment, they have to enter the title, lead, body copy, section, author and source. But we are working on a system to automatically feed all the articles from Tamedia’s publications into the RoboEditor on a daily basis. All the editor then has to do is press a button and the machine spits out the best candidates. The journalist can then use this information to decide which articles to include. We’re thinking of implementing a kind of traffic light system. If an article scores below a given value in a particular metric, the editor will be notified not to use that article.

Which attribute has the most influence? For instance, do articles by Tages-Anzeiger journalist Constantin Seibt always get the readers’ stamp of approval?
The author has less influence that you’d think. If I swap the author’s name in the input screen, nothing much changes. That says a lot about the quality of the content. The section is more important because it defines the topic to a certain extent. The source, i.e. whether the story comes from 20 Minuten or Annabelle, is only of minor significance.

Is that because users don’t know what publication it comes from when they click on an article?
That’s right. To measure the potential reach, the RoboEditor draws on the title, lead, position and section attributes – in other words, what the reader sees at first glance. The machine scans the body text in order to predict how many readers will rate the article positively or share it.

How does that work?
The programme takes the body text and extracts all conjunctions and punctuation, then scans it for prominent key words. What counts here are structures made up of two, three or four words in a row. If, for example, the word ‘election’ comes up and the name of a well-known politician appears next to it, that will influence the potential rating.

Do you provide the RoboEditor with these words?
No, it teaches itself these key words. For instance, a word is rated as important if it doesn’t appear in every scanned article but is unique to that particular story. The machine then deems that article to be informative. This information about article quality is then correlated with the predicted reach.

Good algorithms constantly improve themselves. How does your system do this?
Since the launch of the 12-App, the algorithm has analysed around 4,000 articles. For each article, we have all the information I mentioned listed in a table. Every week, new data is fed into the system and the RoboEditor is retrained. The app is becoming more and more popular, which increases the potential reach. The algorithm recognises this trend and takes it into account.

How do you check in advance whether its predictions will be accurate?
We give the algorithm 70 percent of our data and let it learn. Later, we give it all the data and compare its calculations with reality. You have to imagine there are countless adjustable levers at work. That’s why we can’t comprehend exactly how the system continually improves itself. This is a big problem in certain instances where, unlike with the 12-App, there’s no human in charge of the final selection. After all, algorithms have no ethics.

The feedback function will also be integrated into the new Newsnet app, the mobile application for the Tages-Anzeiger, Basler Zeitung and Der Bund, which is currently under development. Does that mean that you and your team are working on a personalised application for Tamedia?
Sure, Tamedia is thinking about it. However, a personalised app project wouldn’t just affect our team; it’s the journalists who would really take the lead. We’re just partners of the editorial team.

To what extent would you be able to build upon the existing technologies?
The RoboEditor couldn’t simply be applied to a personalised application. The information from the word extraction, for instance, could in theory be effectively correlated with the user data. After all, we know what topics or mix of sections individual readers are particularly interested in. But we don’t determine what function a new app will have at the end of the day.

So in the future, every reader using the Neue Zürcher Zeitung, Tages-Anzeiger or 20 Minuten apps could be presented with a different front page. Where does that leave journalistic curation, if everyone only gets to see what they want?
It’s true that we need to be careful with personalisation in all aspects of life, not only in relation to the media. The most important thing is to transparently communicate to the user that they are being presented with content that has been specially selected for them. The reader shouldn’t feel like a slave of personalisation.

So the media should nevertheless ensure a certain degree of diversity?
Recommendations should excite and inspire the reader, so you should also invite them to discover new things. Exactly like the 12-App does without personalisation. In other words: this might not be one of my main interests, but I still find it exciting. Someone who reads a lot of articles about economics or likes consuming content from the sports section will be very familiar with those topics. The question is, does personalisation make much sense in that instance.

So in future, machines are to perform more of the journalists’ selection duties. Will robots soon also be able to write entire articles?
Technology will become an ever greater aid for journalists. One day, it might be possible for robots to write clearly structured text such as weather reports or sports results. But the idea that a machine will be able to write an analysis of a sudden economic crisis is too far-fetched. If you look at the technological advancements made over the last ten years, it’s clear that’s not going to be a reality even in the next 15 to 20 years.

About the interviewee:
Marcel Blattner has worked as a data scientist at Tamedia Digital since January 2015. He is responsible for developing and implementing the latest data analysis methods and predictive models designed to extract new and profitable correlations from data.

Source: http://www.persoenlich.com/

«Readers shouldn’t feel like slaves of personalisation»

Soundslides:​ «Last Exit to Ohio»​ zeigt das Leben der verlorenen Menschen in Amerikas Mittlerem Westen

Wo einst der industrielle Motor Amerikas lief, herrschen heute Heroin, Gewalt und Zukunftslosigkeit. Der Fotograf Matt Eich lebte unter den verlorenen Menschen im US-Bundesstaat Ohio. Zusammen mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet erzählt er im neuen Web-Spezial «Last Exit to Ohio» die bewegende Geschichte mit eindrücklichen Bildern.

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Zwei Männer konsumieren Drogen in einem Container. (Foto: Matt Eich)

Viele ländliche Gemeinden im Südosten des US-Bundesstaates Ohio sind verwahrlost. Die Industrie ist weg und die Menschen haben keine Arbeit mehr, kein Geld und keine Perspektive. Statt jedoch wegzuziehen und sich andernorts ein Leben aufzubauen, bleiben sie – sie stecken fest. Drogen sind dabei ein allzu häufiges Mittel, um der Zukunftslosigkeit und dem Alltag zu entfliehen. Der Konsum von Opiaten und Heroin nahm hier in den letzten Jahren ein epidemisches Ausmass an.

Der amerikanische Fotograf Matt Eich lebte während mehrerer Jahre unter diesen verlorenen Menschen. Er bekam Zutritt zu den Familien und konnte einen intimen Einblick in die Strukturen dieser Gemeinschaften gewinnen. Und es entstanden dabei auch Freundschaften.

Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in der neuen Soundslide «Last Exit to Ohio» die verstörenden und gleichsam wundervollen Bilder von Matt Eich, der dazu die Geschichten hinter den Bildern erzählt.

Soundslides:​ «Last Exit to Ohio»​ zeigt das Leben der verlorenen Menschen in Amerikas Mittlerem Westen

12 Zahlen zum Geburtstag von #12

Mit der neuen App #12 hat die Mediengruppe Tamedia vor genau einem Jahr ihr erstes digitales Repackaging-Produkt auf den Deutschschweizer Markt gebracht. Pünktlich zum 1. Geburtstag zieht das Team Bilanz.

Die 12 besten Geschichten immer um 12 Uhr: Seit einem Jahr versorgt die 12-App von Tamedia einen immer grösseren Kreis von Nutzerinnen und Nutzern mit spannenden und informativen Hintergrundartikeln, siebenmal pro Woche. Zum ersten Jubiläumstag der Best-of-App veröffentlicht das Redaktionsteam heute zwölf überraschende Kennzahlen zu diesem Innovationsprojekt, das auch international Beachtung findet.

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Bei der Konzeption der 12-App war von Anfang an klar, dass es nicht nur darum gehen soll, Qualitätsjournalismus zu einem günstigen Preis auf dem Smartphone anzubieten. Vielmehr war und ist es ein wesentliches Ziel des #12-Projektes, mit den Usern in einen Dialog zu treten. Wichtiges Mittel: eine simple Feedback-Funktion am Ende jedes Textes, mittels derer die Leser die Frage «Ist dieser Artikel lesenswert?» beantworten können.

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Thierry Seiler, Benedikt Sartorius, Michael Marti, Katharina Graf und Marc Brupbacher von der 12-App-Redaktion (v.l.). Foto: Dieter Seeger
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Fabian Kruse (IT), Martin Schawalder (IT), Matthias Saner (Design), Thomas Speich (Produktion) und Regula Marti (Produktmanagement) vom #12-Projektteam (v.l.). Foto: Dieter Seeger

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 1. Geburtstag hat das 12-App-Team ein neues Tool entwickelt, mit dem genau analysiert werden kann, welche Artikel und Themen bei den Leserinnen und Lesern in den vergangenen 12 Monaten am besten ankamen und an welchen Tagen durchschnittlich die besten Texte erschienen. Dieses Analyse-Tool ist ab heute für alle Interessierten öffentlich zugänglich – als kleines Geschenk.

Den Zugang zum Tool und weitere spannende Zahlen und Analysen finden Sie hier.

Die 12-App kann im App Store und bei Google Play heruntergeladen werden. Für 6 Franken pro Monat erhalten die Leserinnen und Leser freien Zugang zu allen Inhalten. Für Abonnenten von «Tages-Anzeiger», «SonntagsZeitung», «Der Bund» und «Berner Zeitung» sowie «Landbote», «Zürichsee-Zeitung» und «Zürcher Unterländer» sind die Inhalte kostenlos. Sie können sich mit Ihren bestehenden Abo-Daten auch bei #12 einloggen.

Weitere Informationen zur 12-App:
www.12app.ch

Weitere Auskünfte:
Michael Marti, Leitung #12
+41 44 248 50 56
michael.marti@tamedia.ch

Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3400 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Luxemburg und Deutschland und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert.
www.tamedia.ch

12 Zahlen zum Geburtstag von #12

Happy Birthday, #12!

Die 12-App feiert Geburtstag. Als Geschenk gibts heute die beliebtesten Texte aus den teilnehmenden Titeln noch einmal zum Nachlesen.

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1 Jahr, 365 Editionen: Hier wurde gerade eine Reportage über Frauen in Ruanda aus der «Annabelle» produziert. Foto: Dieter Seeger

Die 12 besten Geschichten, immer um 12 Uhr: Seit einem Jahr versorgt die 12-App, die Best-of-App der Mediengruppe Tamedia, einen immer grösseren Kreis von Nutzerinnen und Nutzern mit den relevantesten und nützlichsten Informationen des Tages, sieben Mal pro Woche. Zum ersten Jubiläumstag veröffentlicht das Redaktionsteam heute noch einmal die beliebtesten Geschichten der einzelnen teilnehmenden Zeitungen und Zeitschriften. Mit dabei: Porträts, Reportagen, Interviews und Essays aus dem «Magazin», der «Annabelle», der «Schweizer Familie», der «SonntagsZeitung», dem «Bund», der «Berner Zeitung», dem «Tages-Anzeiger», den «Zürcher Regionalzeitungen», «Finanz und Wirtschaft», «20 Minuten» und dem «Mamablog». Unter die Top 11 schafften es Artikel, die sowohl was die Bewertung als auch was die Reichweite betrifft, überragend waren. Viel Spass beim Lesen!

Der beliebteste Artikel aus der «Annabelle»:
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Wenn du heulen willst, dann bitte nicht hier

Sie liebten und sie hassten sich: Jasmine ist zwölf, als die Ärzte bei ihrer Schwester Sarah Leukämie diagnostizieren. Und fünfzehn, als Sarah stirbt.

94%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 27. Oktober 2015 in der 12-App.

 

Der beliebteste Artikel aus «20 Minuten»:
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«Zum Abschied küsste der Bub das Handy»

Die Flüchtlingskrise nur vom gemütlichen Sofa aus zu verfolgen, reichte dem Berner Michael Räber nicht. Auf Lesbos packte er selbst mit an – bis zur völligen Erschöpfung.

99%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 8. November 2015 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus den «Zürcher Regionalzeitungen»:
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«Als wäre man ansteckend»

Wer seinen Job verliert, kann im Teufelskreis landen. Langzeitarbeitslose erzählen vom Leben in einer Parallelgesellschaft.

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fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 9. November 2015 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus der «Schweizer Familie»:
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Zuckerschock

32 Stück Würfelzucker – so viel nehmen Schweizer im Durchschnitt täglich zu sich. Doch die Lust am Süssen lässt sich abgewöhnen.

94%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 4. Dezember 2015 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus dem «Magazin»:
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«Ich redete mit der Leiche»

Er trieb 10’000 Kilometer in einem Boot übers Meer. Ass rohe Fische, Vögel, seine Fussnägel. Salvador Alvarenga überlebte 438 Tage Seenot.

97%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 17. Januar 2016 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus «Der Bund»:
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«Angestellte werden pausenlos optimiert»

Reinhard Sprenger rät zur Abschaffung von Mitarbeitergesprächen, Zielvereinbarungen und Gesundheitsförderung.

95%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 13. Februar 2016 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus dem «Tages-Anzeiger»:
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Das gestohlene Leben

Lina Zingg war Dienstmagd, Putzfrau, Köchin und Kindermädchen – 50 Jahre lang und unfreiwillig. Die Geschichte einer Versklavung in der Schweiz.

100%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 29. März 2016 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus dem «Mamablog»:
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Generation Hochleistungssex

Viele Jugendliche von heute haben Hardcorepornos gesehen, bevor sie Händchen gehalten haben. Besseren Sex haben sie deshalb nicht – im Gegenteil.

90%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 8. April 2016 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus der «Berner Zeitung»:
bz

«Breivik mochte mein Buch über ihn nicht»

Reporterin Åsne Seierstad hat das Leben von Massenmörder Anders Breivik minutiös rekonstruiert. Sie erklärt, warum dieser nicht irre, aber ein Terrorist sei.

96%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 30. Juli 2016 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus «Finanz und Wirtschaft»:
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Amerikas langer Kampf um den Dollar

Die Vereinigten Staaten gelten als Musterbeispiel für die Eurozone. Bis sich der Dollar etablierte, ging es aber über siebzig Jahre.

93%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 18. September 2016 in der App.

 

Der beliebteste Artikel aus der «SonntagsZeitung»:
soz

«Wegen zu viel Seife können Sie stinken»

Die Hautärztin Yael Adler über unsere übertriebene Körperhygiene, falsche Versprechungen der Kosmetikindustrie und heimtückische Hotelzimmerteppiche.

98%
fanden diesen Artikel lesenswert. Er erschien am 25. September in der App.

 

Noch nicht genug? Im App Store oder über Google Play kann die 12-App heruntergeladen werden. Für Abonnenten von «Tages-Anzeiger», «SonntagsZeitung», «Der Bund» und der «Berner Zeitung» sowie «Zürichsee-Zeitung», «Zürcher Unterländer» und «Landbote» sind die Inhalte kostenlos. Sie können sich mit Ihren bestehenden Abo-Daten einloggen.

Das 12-App-Team

 

 

Happy Birthday, #12!

Newsnet setzt auf Social Media Optimization

Newsnet, der zu Tamedia gehörende Verbund führender Newsportale der Schweiz, schafft eine neue Position zur Optimierung der eigenen Social-Media-Inhalte. Mit Fabienne Romanens konnte eine ausgewiesene Expertin für die Aufgabe verpflichtet werden.

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Fabienne Romanens

Die auf den 1. September 2016 neu geschaffene Position Social Media Optimizer im Innovationsteam von Newsnet soll die Distribution journalistischer Inhalte in den sozialen Medien verbessern. Mit Fabienne Romanens holt sich Tamedia viel Social-Media-Erfahrung ins Haus. Romanens arbeitete bereits in diversen Funktionen für Medien und Agenturen, zuletzt leitete sie den Bereich Digital bei Telebasel. Michael Marti, Leiter Newsnet und Mitglied der Chefredaktion Tages-Anzeiger/SonntagsZeitung, sagt zum Start: «Mit der Hilfe unserer neuen Kollegin wollen wir neue Nutzerinnen und Nutzer besser erreichen und innovative Strategien.»

 

 

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Jasmine Brönnimann

 

Mit Jasmine Brönnimann hat das Team von Innovation Digital zudem per 1. September 2016 weiteren Zuwachs erhalten. Sie ist neu als Projektassistentin bei Michael Marti tätig und wird als Nachfolgerin von Dinja Plattner alle Projekte der Stabsstelle unterstützen. Nebenbei studiert Brönnimann Business Communication an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich (HWZ).

 

 

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Dinja Plattner

 

Dinja Plattner, seit Januar 2015 bei Tages-Anzeiger/Newsnet, hat nebst ihrer Funktion als Projektmanagerin neu die Projektleitung der Webspecials der Stabsstelle übernommen.

 

 

 

 

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Lea Koch

Des Weiteren hat Jan Derrer per 1. September 2016 die Leitung des Multimediateams an Lea Koch übergeben. Lea Koch ist bereits seit Juli 2012 bei Tagesanzeiger/Newsnet und war als Videoredaktorin und -produzentin daran beteiligt, das Videoteam aufzubauen. Sie ist ab sofort für die beiden Video/Bild-Praktikanten zuständig und wird im Austausch mit den Ressorts den Video-Content der Tagesanzeiger/Newsnet-Sites koordinieren sowie weiterentwickeln. Jan Derrer hat intern gewechselt und die Führung des neuen Webvideo-Teams übernommen, das für sämtliche Tamedia-Medientitel in der Deutschschweiz Videoinhalte produziert. Weitere Informationen zum neuen Webvideo-Team sind in der Medienmitteilung der Tamedia zu finden.

 

Newsnet setzt auf Social Media Optimization

Soundslides: «​Die Voodoo-Wrestler»​​​ ringen mit Magie um Ehre und Ruhm

Das Ringen ist in Senegal der wichtigste Volkssport. Die «Lutteurs sénégalais» kämpfen mit Muskeln und Magie um Ehre und Ruhm. Der Zürcher Fotograf Christian Bobst erhielt für seine Fotoreportage über die sogenannten Voodoo-Wrestler den World Press Photo Award. In den neuen Soundslides «Die Voodoo-Wrestler» von tagesanzeiger.ch/ Newsnet erzählt er exklusiv die Geschichten zu seinen Bildern.

Senegalesische Voodoo-Wrestler bereiten sich mit Magie auf den Kampf vor. (Foto: Christian Bobst)

Das Ringen ist ein angesehener traditioneller Volkssport in Senegal – vergleichbar mit dem Schwingen in der Schweiz. Doch anders als hierzulande spielen in Senegal dabei weisse und schwarze Magie eine wichtige Rolle. Glaubt man den «Lutteurs sénégalais» , den Ringern, entscheiden nicht nur Taktik und Kraft über den Sieg, sondern vielmehr spielen Voodoo-Rituale die entscheidende Rolle. Mithilfe von Magiern versuchen die Ringer im Kampf ihre Gegner zusätzlich zu schwächen.

Der Zürcher Fotograf Christian Bobst besuchte letztes Jahr die «Lutteurs sénégalais». Zurück brachte er eine eindrückliche Bildreportage über Sport und Magie, die 2016 mit dem World Press Photo Award in der Kategorie Sportreportagen ausgezeichnet wurde. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt nun diese Bilder, verknüpft mit mündlichen Schilderungen von Christian Bobst, zeitgleich mit der Ausstellung «World Press Photo», die vom 5. bis 29. Mai 2016 in Zürich stattfindet.

Soundslides: «​Die Voodoo-Wrestler»​​​ ringen mit Magie um Ehre und Ruhm

«Tages-Anzeiger» wertet mit der neuen Rubrik «Forum» den Leser-Dialog deutlich auf

Neu haben Nutzerinnen und Nutzer von Tagesanzeiger.ch im neuen interaktiven Bereich «Forum» zweimal pro Tag die Möglichkeit, sich einzubringen: Sie können der Redaktion Fragen stellen, schätzen, voten, chatten, kommentieren, Erinnerungen teilen und die redaktionelle Arbeit mitprägen. Heute startet die neue Rubrik unter Tageszeiger.ch/forum.

Der Dialog mit Leserinnen und Lesern mittels Leserbriefen ist für den «Tages-Anzeiger» seit der Gründung der Zeitung wichtig. Seit der Digitalisierung bietet der «Tages-Anzeiger» auch online viele zusätzliche Möglichkeiten der Interaktion. Neu werden sie in der Rubrik «Forum» unter Tageszeiger.ch/forum gebündelt und durch zusätzliche Formate ergänzt.

Am 2. Mai wird das «Forum» auf der Website und in den Apps des «Tages-Anzeigers» aufgeschaltet. Zweimal pro Tag wird dort ein Mitmach-Format erscheinen. Von den von Lesern geschätzten Frageformaten über Live-Chats bis hin zu spielerischer Interaktion erprobt der «Tages-Anzeiger» eine breite Palette von Gefässen, um noch näher an die Nutzerinnen und Nutzer heranzurücken. Der «Tages-Anzeigers» versteht publizistische Arbeit nicht als Einbahnstrasse, sondern als Dialog.

Zum Start des «Forum»-Bereichs sind das unter anderem eine breit angelegte Umfrage zur Akzeptanz von Cannabis, ein Aufruf zu Leserstimmen und -geschichten zum Thema Einbürgerungsverfahren und ein Schätzquiz, das den Lesern Zahlen und Zusammenhänge aus Wirtschaft und Gesellschaft auf unterhaltsame und überraschende Weise näherbringt.

Neben diesen neuen Formaten finden sich im «Forum» auch die beliebten Leserfragen mit Antworten von Peter Schneider und Bettina Weber sowie die Service-Rubrik von «Recht und Konsum». Auch ist die beliebte «Schaadzeile», bei der Nutzerinnen und Nutzer den Text zu einer Karikatur von Felix Schaad schreiben, neu hier angesiedelt. Ebenfalls finden die digitalen «Patentrezepte», wo Redaktor Matthias Schüssler in einer Videokolumne Tricks zum einfacheren Umgang mit Computern verrät, unter der Rubrik «Forum» ihren Platz.

«Tages-Anzeiger» wertet mit der neuen Rubrik «Forum» den Leser-Dialog deutlich auf

Web-Spezial: Die schönsten Wohnstorys von «Sweet Home»

15Die Wohngeschichten von Bloggerin Marianne Kohler Nizamuddin und Fotografin Rita Palanikumar gehören seit über fünf Jahren zum festen Inventar des «Sweet Home»-Blogs. In einem «Homestory-Jubiläumsspecial» zeigen sie ihre Höhepunkte aus über 60 Produktionen und erzählen von sich und ihrer Arbeit.

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Architektonische Juwelen, liebevoll eingerichtete Bijous, coole Lofts, verwunschene Gärten: Jene Häuser und Wohnungen, die Marianne Kohler und Rita Palanikumar besuchen, haben das gewisse Etwas. Die beiden dokumentieren seitüber fünf Jahren die Zuhause von Menschen, die ein Faible für schönes Wohnen haben. Sie zeigen deren Einrichtungsstil, Vorlieben und Trouvaillen und lassen damit die Leserinnen und Leser ein Stück weit in deren Welt eintreten. Mehr als 60 solcher Homestorys sind daraus entstanden.

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Marianne Kohler
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Rita Palanikumar

 

 

 

 

 

 

Jetzt präsentieren Marianne Kohler und Rita Palanikamur ihre Lieblingsbilder in einem Webspecial. Sie erzählen von den Geschichten hinter den Reportagen und bringen sie den Lesern in Text, Video und vielen Fotos näher. Zudem gibt es einen Index mit allen Homestorys, die bis jetzt erschienen sind.

Web-Spezial: Die schönsten Wohnstorys von «Sweet Home»